So. And there we have the salad! Unser Gehirn wird geschult darauf in einem binären System – wo es also NUR Mann und Frau gibt, bzw. diese als Einzige der Norm entsprechen – zu denken. Wir werden also regelrecht darauf abgerichtet. Das ist ja ungeheuerlich! Es gibt sozusagen kein Entrinnen für uns. Keinen freien Willen (der tatsächlich auf neurobiologischer Ebene umstritten ist) und somit auch keine Möglichkeit uns an neue Systeme zu gewöhnen oder sein Verhalten selbst zu beeinflussen. Aber ihr werdet euch wundern! Es gibt nämlich DOCH Menschen, die das können! Die in der Lage sind, alles, was ihnen seit jeher Glauben gemacht wurde, es sei die Wahrheit, als Lüge zu enttarnen! Dass es sich sozusagen, um eine Verschwörung gegen die Menschheit handelt, um sie zu verdummen und weiterhin mit der sexistischen und Machtpositionen ausnutzenden Sonstwas (Hier z.B. Film-, Porno-, Kosmetik-, Musik-, Mode-, äh..und was es eben sonst noch so alles gibt -industrie einsetzen) -Industrie Hand in Hand arbeiten zu können. Um die Menschen im Glauben zu lassen, es gäbe nur Mann und Frau, und die haben sich auch noch aufgrund bestimmter Merkmale attraktiv zu finden. Ja, liebe Freunde! Es gibt diese wunderbaren Leute, die uns alle davor bewahren können! Gender Studies-Leute! Sie sind quasi der Günter Wallraff der Universität! Der Inspector Gadget der studierten Elite! Die lassen sich nicht so schnell alles Mögliche erzählen! Es ist okay die Evolutionstheorie anzuzweifeln, immerhin ist es doch ein von Menschen ausgedachtes Konzept, das nur dazu dient, allen so genannten Intersexuellen, Transgender, Queers in verschiedensten Varianten, das Existenzrecht zu entziehen und den Gender Studies ans Bein zu pinkeln! Aber nicht mit den Gender Studies! Nein, nein!

Ich wünschte, es wären mehr Menschen so wie sie. Die tausenderlei an Lebensentwurfsformen akzeptieren, außer natürlich die abartigen Familienkonstellationen mit Mutter, Vater, Kind (nur noch mal zur Sicherheit: Es handelt sich hier vielfach um Zynismus. Ich habe absolut keinerlei Probleme mit Patchwork-Familien aller Art, sowie gleichgeschlechtlicher Ehe, Queerehen, und auch nicht damit, dass sie Kinder adoptieren dürfen sollen! Aber ich habe eben auch kein Problem mit dem ‚klassischen‘ Familienkonzept. Es ist genauso ein Konzept wie die anderen auch. Wieso sollte man das boykottieren dürfen und alle anderen nicht? Ist das dann fairer als vorher?). Die gehören zur Idee der heteronormativen Mehrheitsgesellschaft und ist von Vornherein abzulehnen. Ich meine…was kann ich dafür, dass ich mich als Frau bezeichne und das auch noch gut finde UND dann leider die Neigung ‚Heterosexualität‘ habe? Ich bin auch nur so geboren. Okay, natürlich hätte ich mit entsprechender Vorsorge meiner Eltern ein Junge oder Queer werden können…wenn mir doch nur frühzeitig die Puppen weggenommen worden wären (ich habe allerdings sogar mit Tannenzapfen Hochzeit gespielt..das ist schon irgendwie kurios in diesem Zusammenhang, oder?)..

Jedenfalls: Biologie ist echt scheiße. Ich habe auch heute gelernt, dass Biologen generell alles ohne kulturwissenschaftliche Hintergründe betrachten. Wo die Kulturwissenschaft doch die Wahrheit kennt! Oder fast zumindest..Mein Dozent erzählte auch, dass in den 70er Jahren eine Untersuchungsreihe (ich glaube, so ungefähr drückte er sich aus…) bezüglich der Mehrgeschlechtlichkeit vom Max-Planck-Institut abgelehnt wurde. Das ist ja schon mal ein dicker Hund! Aber hinterher stellte man fest, dass derjenige, der diese Reihe ablehnte ein ehemaliger Nazi-Arzt war! Da sieht man es mal wieder! Abschaum!

Ich muss aber der Fairness halber sagen, dass mein Dozent meinte, dass man natürlich nicht alles, was beispielsweise Judith Butler schreibt, komplett so zu akzeptieren habe. Es sei kein Heiligtum (Mist! Die Idee mit der Butler-Bibel fällt somit weg..), sondern handle sich nur um eine Ansammlung von Ideen und Gedanken.

Trotz allem waren die Worte von letzer Woche, dass Naturwissenschaften reine Glaubenssache sei und somit mit der Religion gleichzusetzen ist, wahr. Er hat sie so gesagt. Darum wunderte es mich heute umso mehr, dass er davon sprach, dass es sich bei Wärme um Wellen handele. Allerdings sei das nur eine Betrachtungsweise, schließlich hätte Wärme für jeden Menschen eine andere Bedeutung und würde anders wahrgenommen (wieder mal ein Beweis, dass die Naturwissenschaften sich um die Kulturwissenschaften als Wahrheitspächter einen Dreck scheren! Man kann sich doch nicht nur auf Zahlen verlassen!). Mein Dozent mag mit dieser Aussage Recht haben – aber: wieso spricht er plötzlich von Wellen? Und wieso hat er während der Stunde wiederholt von naturwissenschaftlich beschriebenen Vorgängen gesprochen? Es machte auf mich nur leicht bis mittel den Eindruck, dass die Gender-Leute hier Cherry Picking betreiben! Letzte Woche war alles doof – heute kann man sich offenbar zumindest mit der Physik arrangieren. Und Brillen tragen! Das hat ja überhaupt nichts mit Optik zu tun…

Schön finde ich es übrigens auch, dass im letzten Text, der besprochen wurde, von dem ‚Biologen‘ (promovierten Sozialwissenschaftler – somit ist ihm zu 100% zu trauen! wäre er jetzt wirklich ein richtiger Biologe…das hätten sie mir mal plausibel erklären sollen..) Heinz-Jürgen Voss, immer auf das Tierchen namens Schwammspinner verwiesen wird, das in seinem Leben mehrere Geschlechtsumwandlungen erlebt. Und dass das beweist, dass auch der Mensch nicht konkret zuzuordnen sei. Tja..hätte man da jetzt noch in Biologie aufgepasst. Wenn sie nicht so scheiße wäre und somit vollkommen zu ignorieren sei, dann könnte man darauf eingehen, dass es Klassifizierungen und Gattungen von Tieren gibt..Sowas wie Niedere Säugetiere, Insekten…Dass das nicht alles 1:1 übertragbar ist auf den Menschen, auch, wenn wir durchaus nur Tiere sind, ..irgendwie dachte ich, das würde jeder so sehen. Nur, weil eine Jungfernzeugung bei Komodowaranen funktioniert, heißt das nicht, dass ein Reh oder Meerschweinchen dazu in der Lage wäre, würde man bei ihm die dafür notwendigen Geschlechtsmerkmale (wie z.b. in der Intersexualität) vorfinden. Abgesehen davon, würde man an die Evolution glauben, hätten weder der Mensch noch das Reh oder das Meerschweinchen wirklich Vorteile davon. Vermischung von Gen-Pools. Ihr wisst schon. Wenn man nur noch Klone von sich erschafft und dann eine einschneidende klimatische Veränderung auftritt, dann ist endlich Aussterben angesagt. Vielleicht doch gar nicht so doof, diese Parthenogenese, wie es die Nazis von Naturwissenschaftler nennen. Dann hätten wir doch das erreicht, was wir wollten! Ich schlage das demnächst mal vor. Dass wir nur daran glauben müssen, dass wir uns alle selbst klonen können, um dann beim endgültien Klimawandel gemeinschaftlich den Löffel abzugeben.

Ich denke, ich höre nun erstmal auf. Sonst wird doch noch gemeckert.

In diesem Sinne: Traue niemandem! Das war schon Mulders Leitspruch.

PS: Falls ihr mit mir in einigen Punkten übereinstimmen solltet, hat das nur damit zu tun, dass ihr nicht anders könnt. Vergesst das nicht!

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