God morgen! Skal vi begynne texten på norsk denne gangen? Nei? Dere har rett. Norsken min er jo likevel nesten helt forsvunnett…men trodde at det kunne være en liten avveksling!

Eigentlich wollte ich nur ein kurze Ansage machen, weil ich eventuell gestern einige mit meinem Eintrag (wie gut ich mittlerweile einfach schon verlinken kann! und vor allem dran denke!) verwirrt habe. Hauptsächlich habe ich über dieses Thema Erziehung sinniert, weil ich wirklich gerne wüsste, wie jemand*in, der absolut Gender Studies-konform erziehen möchte (sofern er/sie/es überhaupt Kinder haben möchte), das bewerkstelligen soll.

Letztendlich lauert die Versuchung doch quasi überall! Sobald Kinder mit Kindern in Berührung kommen, werden sie beeinflusst werden. Gemeinsam mit ihnen fernsehen, Spiele spielen, Autos spielen, Dinos spielen, Barbies spielen. Ich halte es für einfach absolut absurd zu glauben, man würde die bösen gesellschaftlichen Konstruierungen aus seiner Erziehung komplett fernhalten können. Und sollte das ‚Mädchen‘ trotz allem hinterher ein ‚Mädchen‘ bleiben wollen und möchte mit einem Jungen zusammen sein, dann wird der ihr wohl auch Komplimente machen, sodass die Gefahr besteht – mal wieder – dass das arme Kind auf sein Äußeres reduziert werden wird. Egal, wie oft man es vormals versucht hat zu verhindern dem Kind zu sagen, dass es in dieser Matrosenkleid-rosa-gepunktete-Hosen-mit-Gummistiefeln-Kombination wirklich zauberhaft aussieht (ich hab ein paar Mal mitbekommen, dass die Komplimentierung des Äußeren bei Gender-Kindern für Gender-Eltern eine abartige Form der Liebesbekundung sei. Mein Dozent erzählte total erbost von der lehrstuhlbeauftragten Professorin im Bereich Kulturwissenschaften (glaube ich?! oder haben wir echt einen Lehrstuhl für Gender Studies bei uns..das sollte ich mal nachforschen…), die wohl auch mit den Gender Studies d’accord geht, die ihre Tochter mit ins Büro gebracht hätte und der alle Mitarbeiter gesagt hätten, wie hübsch sie sei und was für ein süßes Kleid sie trage. Und! Jetzt kommt der Hammer! Diese Professorin/Mutter hat das auch noch zugelassen! Was ist denn bitte bei der nicht in Ordnung?!).

Ich wollte somit nicht unbedingt betonen, wie sehr ich meine Kinder Gender Studies-konform erziehen möchte, sondern vielmehr darüber nachdenken, ob es überhaupt real möglich wäre. Abgesehen davon fände ich es prima, wenn meine Tochter so offen leben kann, dass sie sich nicht scheut naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu erfragen/hinterfragen und sich gleichzeitig gerne die Haare schön macht. Dass sie weiß, dass sie alles machen kann, wenn sie möchte. Genauso meine drei Söhne. Wenn sie ihr Zimmer in rosa gestrichen haben möchten – vermutlich wird es höchstens einer von ihnen sein – und sie gleichzeitig einen großen Autoteppich wollen, dann finde ich das nicht verwerflich. Und wenn meine Tochter sich von Anfang die Fingernägel rosa lackiert und Barbies viel besser findet als Autos und meine Söhne lieber Fußball spielen wollen (okay, Fußball nehme ich nur, weil es so klischeehaft ‚männlich‘ (da, schon wieder diese Anführungszeichen!!!!) ist. In Echt fände ich es total bescheuert, wenn meine Söhne Fußball spielen wollten und ständig in Trikots rumrennen würden…) und sich draußen im Matsch suhlen, dann wäre das genauso in Ordnung! Wieso sollte ich es ihnen auch verbieten? Sie sind Kinder und sollten alle Freiheiten haben sich entwickeln zu dürfen, wie sie es ihnen gut tut. Aber gut, das schrieb ich auch schon im anderen Beitrag.

Ich wollte mich nur noch einmal davon distanzieren, dass ich am liebsten komplett an den gesellschaftlichen Konstruktionen vorbei erziehen möchte. Es wäre eine schöne Option eventuell aus oben genannten Gründen, aber in meinen Augen eben ziemlich utopisch.

Ich werde nun noch ganz schnell frühstücken und wünsche euch schon mal einen wunderbaren Tag! Bei mir ist er heute unitechnisch gänzlich genderfrei! Wuhu!

Und ich entlasse euch mit einem meiner Lieblingsbilder (danke El Franzolino <3) – passend zu diesem Thema. Ich nehme mal an, dass es sich hierbei um einen Dragdog handelt.

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