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Entschuldigt, dass ich mich gestern nicht gemeldet habe. Es ging mir aus privaten Gründen nicht besonders gut, habe mich aber jetzt halbwegs wieder gefangen. Der Text heute wird vermutlich wohl trotzdem nicht besonders lustig – tut mir leid.. Aber abgesehen davon, weiß ich noch nicht, ob ich es wirklich schaffe mich jeden Tag zu melden, weil die Vorbereitung für den Blog doch ein bisschen Zeit in Anspruch nimmt – ich möchte euch ja nicht ständig nur mit Anekdoten aus meinem Leben beglücken. Ab demnächst muss ich auch dringendst anfangen meine Hausarbeiten in Angriff zu nehmen – sobald ich endlich mal die Themen habe. Kann sehr gut sein, dass ich euch dann mit den Ergebnissen und dem Schaffensprozess zuschwallern werde.

Ansonsten stöberte ich für euch ein bisschen im Netz rum und entdeckte die Seite Syrian Atheists auf Facebook. Hier stieß ich auch auf einen Artikel, der über eine Frau aus Kuwait berichtete, die Politikerin Salwa al Mutairi, die in einem youtube-Video die Meinung vertritt, dass Männer ihren Hunger nach Sex doch mit Sexsklaven stillen sollen. Doch es geht hier nicht um freiwillige Prostitutierte, die sich vielleicht in einem Anflug von Nymphomanie selbst so bezeichnen würden. Nein, diejenigen, die in ihren Augen, dafür bestens in Frage kämen, wären weibliche Gefangene (gibt es hier eigentlich eine weibliche Form? Gefängenin? der/die Gefangene ist mir viel zu maskulin dominant..) aus anderen krieggebeutelten Ländern (Der Artikel aus dem Jahr 2011 ist ansonsten auch hier noch einmal nachzulesen). Frau al Mutairi sagt, dass diese Methode es den Männern erheblich erleichtern würde sich einfach eine Frau zu kaufen, anstelle eines lästigen Ehevertrags mit einer freien Frau. Es ist nicht wirklich das erste Mal, dass ich sowas lese, aber trotzdem erschüttert es mich immer wieder. Einer der Kommentare unter dem Bild bei Facebook sagt, dass es in Indien ein Sprichwort gäbe, und zwar, dass die Frauen ihr eigener größter Feind seien. Es scheint leider wirklich gar nicht so selten zu sein, dass solche Zustände existieren. Mein Freund hat mir schon mehrfach davon berichtet, dass er gelesen hat, wie gerade Frauen dafür sorgen, dass bestimmte problematische Verhältnisse aufrecht erhalten werden – wissend, dass andere Frauen darunter erheblich leiden. Ich hab immer versucht irgendwie dagegen zu halten und zu behaupten, dass sowas doch sicherlich selten vorkommt. Die Frage ist nur, was ihr Anliegen damit ist bzw. weswegen sie ihre ‚Geschlechtsgenossinnen‘ auf diese Art und Weise ‚hintergehen‘. In muslimisch geprägten Ländern könnte es vielleicht sein, dass die Frauen sich dadurch, dass sie vorgeblich den Regeln der herrschenden Männer folgen, ihre eigene Machtposition innerhalb des eigenen Geschlechts sichern und ausbauen können und sich dadurch wieder eine neue Hierarchie ausbildet. Also, das ist jetzt meine ganz private, amateurhafte Beobachtermeinung. Kann sein, dass es auch völlig andere Gründe hat. Wenn dem allerdings so wäre, fände ich es wirklich problematisch und beunruhigend. Erinnert mich auch ein wenig ans Dritte Reich..Dort waren meist Frauen die glühendsten Anhängerinnen der kranken Hirne und habe problemlos andere Frauen verraten. Natürlich kann man ja nun sagen, dass auch Männer Männer verraten haben – aber seien wir doch mal ehrlich: Männer sind nun mal so. Die würden ihre eigene Seele verraten und verkaufen, nur, um ihre Machtposition beizubehalten. Frauen tun sowas nicht – es sei denn, sie wurden mutwillig manipuliert, wie z.B. von den kranken Hirnen während der NS-Zeit (ist Manipulation nicht tatsächlich immer mutwillig, irgendwie?). Was tut Frau nicht alles um Mann zu gefallen, ne?

Sicherlich kann man so ein Bild von ‚Frauen gegen Frauen‘ auch auf Deutschland übertragen. Vermutlich würden Feministinnen jetzt mit dem Finger auf mich zeigen und sagen: ‚Du bist doch selbst wie diese Frauen, die sich wie Frau al Mutairi verhalten! Du verrätst andere Frauen, indem du mit den Männern gemeinsame Sache machst und behauptest, dass sie sehr wohl diskriminiert werden können! Damit stößt du all diejenigen Frauen vor den Kopf, die sich seit Jahren gegen das patriarchale Machtregime einsetzen und kämpfen!‘ – selbstverständlich hab ich keine Ahnung, ob sie das wirklich sagen würden. Diese Aussage entstand grad so in meinem Kopf. Mein Punkt hier ist jedoch, dass bei uns natürlich längst völlig andere Gegebenheiten herrschen, auch, wenn mit Sicherheit noch nicht alle Probleme überwunden sind. In meiner Beziehung herrscht zumindest – soweit ich das sagen kann – absolute Gleichberechtigung. Mal kocht er, mal ich, aber meistens er. In Sachen Ordnung ist er definitiv der bessere Mensch, er beschimpfte mich einst als ekelhafte Spülstaplerin! Aber was soll ich machen? In einer kleinen Küche kann ich doch nicht jede freie Fläche mit einzuweichenden Töpfen vollstellen! Dafür ist ja die Spüle da. Ansonsten nehme ich durchaus meine Pflichten wahr und räume auch auf und kümmere mich. Aber was das Abgefahrenste ist: Ich tendiere sogar zu einem höheren Studienabschluss als mein Freund und es stört ihn nicht mal! – auch, wenn ich in meinem Bereich vermutlich deutlich weniger verdienen werde (und nein, das ist nicht der Grund, weswegen es ihn nicht stört.). Sozial ausgerichtete Berufe haben irgendwie keine vernünftige Lobby..Allerdings hab ich notfalls immer noch Plan B auch in die IT-Branche, und zwar in Richtung Videospiele, einzusteigen! Ich habe genügend wahnsinnige Ideen für großartige Spiele!

Für mich ist es viel wichtiger Menschen als Menschen wahr zu nehmen, statt grundsätzlich auf diesen vermeintlichen Unterschieden herum zu reiten und sie auf ihr Geschlecht, wie immer sie das definieren, zu reduzieren. Vor allem nötigt man Menschen durch diese ganze Genderei ständig über ihr eigenes Geschlecht nachzudenken, um sich im Ernstfall diskriminiert fühlen zu können und das anzuprangern. Es wird nur problematisch, wenn ich mich in einen Mann (ich lass dieses ganze ’sozialisiert‘ sein mal weg..ich weiß ja, was ich meine) verliebe, der sich aber als homosexuell empfindet und sich absolut nicht vorstellen kann etwas mit einer Frau anzufangen. Sowas sollte man vielleicht schon rechtzeitig wissen, bevor man eine unglückliche Schwärmerei anfängt..Und nein, für mich ist die sexuelle Neigung NICHT sozialisiert. Wenn ich merke, dass jemand ernsthaft diskriminiert wird, setze ich mich für denjenigen ein. Ganz gleich, aus welchem Grund er/sie/es diskriminiert wird und ob es eine Erbsünde gibt oder nicht. Klar kann ich nachvollziehen, wieso viele Frauen behaupten, es sei Zeit, dass die Frauen quasi nun das Ruder übernehmen – im weitesten Sinne -, weil schließlich die Männer Jahrtausende Lang am längeren Hebel saßen und diese Position nutzten, um Frauen auszuhebeln (na? WER macht die besten Wortspiele?!). Unabhängig von mächtigen Frauen, die als Königin von England sehr wohl die Historie mit beeinflusst haben. Aber all diese Ereignisse, so wichtig es ist die Vergangenheit nicht zu vergessen, sind für mich keine Legitimation der Frauen ‚den Spieß mal umzudrehen‘, um den ‚Männern‘ mal zu zeigen, wie sich das anfühlt.

Neulich las ich irgendwo den Einwurf, woher man denn in Statistiken, z.B. von der Gender Pay Gap (mind the gap! badumduff!) etc. ablesen könne, ob es sich hierbei WIRKLICH um so genannte Männer und Frauen handele. Und ob der Großteil unter ihnen sich vielleicht ganz anders definiert bzw. nur auf dem falschen Fuß, zufällig dem mit hohen Hacken oder Budapester-Ziselierung an der Kuppe, erwischt worden ist! Ja, wer weiß das schon?! Wenn ich auf anderen Blogs rumsurfe und manche Kommentare lese, wie die Menschen sich echt gegenseitig die Augen aushacken, statt ernsthaft zu versuchen auf einen gemeinsamen Konsens zu kommen, der JEDEM Menschen dieselben Rechte und Pflichten, sowie Wertigkeiten zugesteht, weiß ich wirklich nicht, was auf der Welt schief läuft. Diese Parteienbildung ist sicherlich in der Form, wie sie geschieht, nicht hilfreich und befeuert die Problematik nur jedes Mal wieder auf’s Neue. Außerdem weiß ich prinzipiell auch immer noch nicht, ob Frauen und Männer (um jetzt mal beim ‚klassischen‘ System zu bleiben) nun unterschiedlich oder gleich sind. In der einen Doku von Harald Eia, dem Comedian aus Norwegen, der just den Gender Instituten indirekt den Geldhahn zudrehen ließ, erzählt der eine Gender Studies-Dozent, dass es jawohl absolut veraltetes Wissen sei, zu behaupten, es gäbe Unterschiede zwischen dem männlichen und dem weiblichen Gehirn. Feministen sind sich hingegen schon relativ sicher, DASS es definitiv Unterschiede gibt, oder? Sonst würden sie sich nicht so vehement abgrenzen wollen. Und sind Feministen und Gender Studisten nicht immer derselben Meinung? Vermutlich hab ich hier irgendeinen missing link nicht mitbekommen..Vielleicht verschwimmen diese ganzen Unterschiede auch nur in bestimmten Situationen und wandeln sich dann zu Gemeinsamkeiten?

Übrigens gibt es ein großartiges Shirt von Richard Dawkins, das auf der Basis beruht, dass wir alle letztendlich aus Afrika stammen, da dort gewissermaßen die Wiege der Menschheit liegt. Dieser Fakt sollte eigentlich einem grundlegenden Diskriminierungsmerkmal endlich den Wind aus den Segeln nehmen! (Oh man, ich LIEBE Wissenschaft! Bäm!)

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