Nach einer interessanten Debatte sprechen Stephen Fry und Christopher Hitchens für ein paar Minuten mit Ann Widdecombe, eine ehemalige britische Politikerin, darüber, wie sinnvoll die 10 Gebote sind und ob Gott da nicht vielleicht einiges vergessen hat..und weswegen Gott offenbar davon ausgeht, dass die Menschen seine Gebote benötigen, um ein moralisch einwandfreies Leben zu führen. In meinen Augen hat ‚du sollst nicht stehlen‘ etwas mit Anstand und gesundem Menschenverstand zu tun. In all den 19 Jahren, die ich 3 Wochen am Stück in Frankreich campen war, kann ich mich an nichts erinnern, das uns jemals gestohlen worden wäre. Und bevor wir den Wohnwagen hatten und auch währenddessen hatten wir durchaus Zelte, die wir nicht abgeschlossen haben. Reißverschlus zu und fertig. Jeder hätte hinein gehen können. Wieso das keiner tat, ist vermutlich mit demselben Gefühl verankert, weswegen ich nicht einfach so in das Zimmer meiner Mitbewohner gehen möchte, obwohl ich weiß, dass sie nicht da sind und die Tür nicht abgeschlossen ist. Ich gehe nicht davon aus, dass es damit zu tun hat, dass all diese Menschen auf dem Campingplatz die 10 Gebote vor Augen hatten. Ich bin in meiner Kindheit auch nicht damit konfrontiert worden und ich bin mir sehr sicher, dass selbst, wenn diese Gebote in unserer Gesellschaft völlig unbekannt wären, meine Eltern mir genau dasselbe beigebracht hätten. Und ja, vermutlich wollt ihr Gläubigen auch nur sagen, dass es wichtig ist sich an diese Regeln zu halten bzw. dass Menschen es eher machen, weil Gott es sonst nicht gutheißt, wenn sie sie missachten. Aber: Drohen ist nie eine gute Basis. Die Methode Menschen Angst zu machen funktioniert wunderbar, aber es schafft Misstrauen und kann zu großen psychischen Problemen führen. Es gibt außerdem genügend Gruppen von Menschen auf der Welt, die noch nie etwas von den 10 Geboten gehört haben und trotzdem anständige Menschen sind.
Das ist meine Ansicht dazu.
PS: Wieso ist Gott immer so eifersüchtig?

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