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Momentan fehlt mir irgendwie die Energie mich über bestimmte Themen einzulesen und ich habe das Gefühl mich hauptsächlich im Kreis zu drehen und immer wieder dasselbe zu propagieren. Worüber würdet ihr gerne diskutieren? Habt ihr eine Meinung zu einem besonderen Thema oder stimmt mit mir irgendwo anders absolut nicht überein? Ich würde mich wirklich über Feedback freuen! Wobei ich es neulich schon super fand, wie viel hier los war und ihr auch endlich untereinander diskutiert und nicht nur mit mir. Ich möchte Denkanstöße geben und lerne gerne neue Meinungen kennen oder eigne mir durch euer Wissen ebenfalls weiteres Wissen an. Ab morgen bin ich mal wieder unterwegs bis Sonntag (Helge Schneider gucken gehen! wuhu!), Montag ist dann auch hoffentlich mein eines Buch für die Epigenetik-Hausarbeit da, sodass ich mich dann in Arbeit stürzen werde. Nachher werde ich endlich meine Stundenprotokolle zu den Gender-Kursen abtippen und wegschicken, mit denen ich mich schon ziemlich lange rumquäle. Einfach, weil es mir so total sinnfrei erscheint.

Wer liest sowas? Wie soll abgeglichen werden, was tatsächlich in der Unterrichtsstunde passiert ist? Vermutlich gar nicht. Keine Ahnung, was für eine Art Übung das sein soll. Ich habe auch mit meinem Dozenten noch kein Essay-Thema für den Undoing Gender-Kurs besprochen, weil es mir immer noch völlig zuwider ist. Zwischendurch fallen mir da noch Themen und Artikel in die Hände, aber ich merke jedes Mal mehr, wie wenig mich das Thema noch interessiert. Okay, letztendlich sind die Fronten nicht weniger verhärtet als in der Religonskritik, aber irgendwie…keine Ahnung. Es erscheint mir so künstlich aufgebauscht und absurd. Wenn ich auf anderen Blogs die Kommentare lese und wieder feststelle, wie intensiv Menschen sich tatsächlich mit dieser Thematik auseinander gesetzt haben und auch all diese verschiedenen Strömungen auseinander halten können. Das soll jetzt kein Spott sein – ich bin nur wirklich fasziniert, weil bei mir der Zauber diesbezüglich relativ schnell vorbei war.

Klar, ich neige manchmal auch zum Bashen von einigen Themenbereichen, aber letztendlich versuche ich auch nur Werbung für z.B. Ethik-Unterricht als Pflichtfach an Schulen zu machen (ich wüsste übrigens gerne mal von denjenigen, die so sehr am Religionsunterricht hängen, was in ihren Augen tatsächlich gegen einen offiziellen, staatlich anerkannten Ethik-Unterricht sprechen würde. Haut in die Tasten und sagt mir diesbezüglich, wie und warum ihr so denkt. Danke!) und dass man eben als Nichtgläubiger trotz allem eine (gewichtige) Stimme gut gebrauchen kann in einer Gesellschaft, die davon überzeugt ist, ihre Werte würden auf denen des christlichen Abendlandes beruhen.

Übrigens fand ich den letzten Satz des taz-Artikels, den ich euch neulich schon verlinkte, sehr angenehm:  ‚Manchmal gebe es deshalb Schwierigkeiten mit Neulingen, „die kommen dann und fragen: Was habt ihr denn statt Gottesdienst im Programm“. Denen müsse man dann erklären, dass der Verband letztlich an seiner eigenen Auflösung arbeitet, was aber immerhin ein erreichbareres Ziel scheint, als Himmel, Ewigkeit und Paradies.‘ Denn tatsächlich ist es so. Wenn jeder Mensch von ‚Natur aus‘ humanistisch handeln würde, würde es keine Verbände und Zusammenschlüsse mehr geben müssen, die sich für Menschen einsetzen, die eben jene Werte verfolgen. Dann wären wir tatsächlich alles nur noch freidenkende, reflektierende Menschen, deren oberstes Gebot es wäre Menschen wie Menschen zu behandeln und nicht nach bestimmten Kategorien zu be/verurteilen. Naja, man wird jawohl noch träumen dürfen…

Ich machte mir auch meine Gedanken darüber, dass ich vor ner Weile mal den Ausruf gelesen habe, dass, würde man ‚Gott‘ aus dem Grundgesetz namentlich streichen, sich Gläubige beleidigt und nicht mehr angesprochen fühlen könnten bzw. für sich keine Verbindung mehr zum Grundgesetz sehen würden. Da wüsste ich gerne mal, wie es all den anderen Konfessionen aktuell in Deutschland geht? Wie geht es mir denn damit, dass Gott erwähnt wird?

Übrigens ist Scientology zwar in Deutschland eine Kirche, aber keine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Ich fragte mich diesbezüglich, als ich in den Kommentaren neulich diskutiert habe, wie ein Katholik es mit dem Glauben von Scientologen hält – weil der Osterhase ja immer diesen kindlich-lächerlichen Charakter beinhaltet..(was mir irgendwie echt leid tut. vielleicht klappt es ja irgendwann mit der eigenen Glaubensgemeinschaft! Das Spaghetti-Monster hat ja bereits einen großen Sprung geschafft die letzten Jahre!) Nimmt ein Katholik (ich nehme ihn einfach als Beispiel. Wenn euch Katholik nicht gefällt, nehmt ein Mitglied irgendeiner anderen Glaubensgemeinschaft, deren Glauben und Gott zumindest in unseren Gefilden Respekt und/oder Hofierung erfährt.) den Glauben eines Scientologen ernst? Wenn nein, wieso? (das würde mich wirklich mal interessieren!) Wenn ja, wieso?

Wenn nein, liegt es daran, dass Scientologen einen schlechten Ruf bei uns haben, weil sie Menschen das Geld aus der Tasche ziehen und den Menschen versprechen, dass sie dank ihnen, den Scientologen, endlich zu ihrem wahren und gereinigten Ich finden? Weil sie ganz offenkundig Scharlatanerie betreiben und ihre Mitglieder dazu nötigen den Kontakt zu all ihren Angehörigen und Freunden abzubrechen, wenn diese nicht mit den Werten, Ansichten und Lehren L. Ron Hubbards d’accord gehen? Weil diese ‚Kirche‘ vor allem ganz offensichtlich von Menschen ausgedacht und gepusht wurde? Bei letzerem bin ich auch immer noch erstaunt, wie man z.B. auch die Mormonen als Glaubensgemeinschaft ernst nehmen kann. Wobei…manchmal wollen Menschen verarscht werden. Davon kenne ich zumindest jede Menge Frauen (in meinem Bekanntenkreis sind es tatsächlich hauptsächlich Frauen – bevor jetzt Anfeindungen kommen. Ich spreche von MEINER Erfahrung.), die ne halbe Ewigkeit gebraucht haben, um zu erkennen, was sie da eigentlich tun und in was sie da hineingerutscht sind – unabhängig davon, wie viel Ratgeber man ihnen geschenkt und wie viele gut gemeinte Gespräche man mit ihnen geführt hat. Ich gehöre im weitesten Sinne auch dazu und musste noch einmal richtig auf die Klappe fallen, bis ich erkannt habe, dass ich den Mann, den ich heute so liebe, schon seit über 3 Jahren in meinem Bekanntenkreis hatte…(‚Mit was für Arschlöchern du da zusammen warst! Ich meine, ich habe auch einen Dachschaden, aber zumindest weiß ich, was sich gehört!‘ <3)

Vielleicht ist es auch die unbewusste Sehnsucht danach fremdbestimmt zu werden oder so. Ich weiß es nicht. Es gibt sicherlich vielfältige Gründe, weswegen Menschen sich einer Sekte anschließen. Das Christentum hat seinen Status von Sekte immerhin in Kirche umwandeln können, obwohl das gar nicht Jesus ihm seine Absicht gewesen war.  Da hatte sich wohl einer vertan!

So, und mit diesem angepassten Helge-Schneider-Zitat schließe ich für diese Woche bis Sonntag. Wobei es sicherlich eher Montag wird oder so. Mal sehen, wann ich dazu komme. Tobt euch wieder aus, falls ihr Lust habt.

An alle anderen, die lieber hören statt lesen: Die Doofen – Jesus

(haha, hach ja…die 90er…)

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